Windkraft
für Achau.
Ein Gemeinschaftsprojekt von Energiepark Bruck/Leitha und Wien Energie. Für eine unabhängige, regionale Energieversorgung.
Aktuelles vom Windpark
Meilenstein erreicht – Partnerschaftsvertrag unterzeichnet!
Am 29. Juni wurde im Achauer Gemeinderat mit den Stimmen der SPÖ, der BLA und der ÖVP der Partnerschaftsvertrag mit Wien Energie und dem Energiepark…
Dialog auf Augenhöhe: Rückblick auf die Energiesprechtage in Achau
Die Energiewende ist ein Gemeinschaftsprojekt – und genau unter diesem Motto standen die vergangenen Tage in Achau. Im Rahmen des geplanten Windpark-Projekts haben wir zu…
Partnerschaft &
Transparenz
Wir, Energiepark Bruck/Leitha und Wien Energie planen als gleichberechtigte Partner, in der Gemeinde Achau einen Windpark mit bis zu 7 Windkraftanlagen.
Das Projektgebiet liegt im Süden der Gemeinde in einer speziell dafür ausgewiesenen Windkraftzone. Diese Windkraftzone besteht bereits seit dem Jahr 2014 und wurde vom Land Niederösterreich und Expertinnen und Experten aus dem Bereich der Raumplanung, der Biologie sowie der Energietechnik in enger Abstimmung mit der Gemeinde ausgewiesen.
Bei der Planung unseres gemeinsamen Windparks legen Energiepark Bruck/Leitha und Wien Energie großen Wert auf transparente Kommunikation. Ein regelmäßiger Austausch spielt dabei eine zentrale Rolle. Um diesem Anliegen gerecht zu werden, haben wir für die Bürgerinnen und Bürger von Achau und alle Interessierten diese Projektwebseite erstellt.
Mehrwert für
die Region
Der Bau und Betrieb des Windparks bringen zahlreiche Vorteile für die Region mit sich. Bereits während der Errichtung profitieren lokale und regionale Betriebe durch Aufträge und Wertschöpfung vor Ort.
Die Gemeinde Achau selbst profitiert unmittelbar: Durch regelmäßige Pachtzahlungen und eine Infrastrukturabgabe fließen jährlich verlässliche Einnahmen in das Gemeindebudget. Diese Mittel können für Projekte eingesetzt werden, von denen alle Bürgerinnen und Bürger profitieren – etwa für die Verbesserung der Infrastruktur, die Förderung von Vereinen oder Investitionen in nachhaltige Gemeindeentwicklung.
Heimische Energieerzeugung stärkt die regionale Versorgungssicherheit und reduziert so die Abhängigkeit von Energieimporten aus dem Ausland. Über eine Energiegemeinschaft können alle Achauerinnen und Achauer vom regional produzierten, eigenen Strom profitieren.
Energiegemeinschaft
Achau
Strom aus der Region für die Region. Profitieren Sie als Achauer Bürgerin oder Bürger von stabilen Tarifen und Unabhängigkeit.
Interesse bekundenWirtschaftlicher
Impuls
Einnahmen durch Pacht und Infrastrukturabgabe fließen direkt in das Gemeindebudget – für die Förderung lokaler Vereine und Projekte.
- Aufträge für lokale Betriebe
- Langfristige Einnahmensicherheit
Der Timetable
Ein Windpark entsteht nicht über Nacht. Wir befinden uns in einem mehrjährigen, sorgfältigen Planungsprozess.
Das Projekt befindet sich in einer sehr frühen Projektphase. Die vorläufige Darstellung des Projektablaufs basiert auf Erfahrungen aus vergleichbaren Projekten.
Häufige Fragen
Warum ist Windkraft für die Energiezukunft so wichtig?
Windkraft ergänzt Wasser- und Sonnenenergie besonders dann, wenn weniger Wasser verfügbar ist oder die Sonne nicht scheint. Sie stärkt die Versorgungssicherheit und sorgt für eine höhere Autonomie. Gleichzeitig schafft sie mehr Wertschöpfung im Land, erhöht die strategische Selbstbestimmung und gibt mehr Kontrolle über die eigene Energiezukunft. Auf diese Weise trägt Windkraft zu einer zuverlässigen, unabhängigen und klimafreundlichen Energieversorgung für Niederösterreich und ganz Österreich bei.
Hintergrund:
Österreich hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2030 bilanziell den gesamten Strom aus Erneuerbarer Energie zu erzeugen und bis 2040 vollständig zu dekarbonisieren. Dafür wird Strom in vielen Bereichen fossile Energieträger ersetzen – etwa wenn Ölheizungen durch Wärmepumpen ersetzt werden oder Mobilität elektrisch wird. Dadurch steigt der Strombedarf.
Gleichzeitig wird insgesamt weniger Energie benötigt, weil elektrische Technologien wie Wärmepumpen und Elektromotoren effizienter sind und einen deutlich höheren Wirkungsgrad haben als Systeme, die fossile Brennstoffe verbrennen.
Um Versorgungssicherheit auch in Zukunft zu garantieren und saisonale Schwankungen auszugleichen, braucht es zusätzlich weitere erneuerbare Energiequellen.
Hier spielt Windkraft eine entscheidende Rolle: Sie liefert besonders im energieintensiven Winterhalbjahr viel Strom und ergänzt damit ideal die Wasserkraft und Photovoltaik, die ihre Erzeugungsmaxima im Sommer haben.
Beeinträchtigen Windräder die Gesundheit der Anwohner?
Windkraftanlagen erzeugen Schall, doch das Genehmigungsverfahren und gesetzliche Grenzwerte stellen sicher, dass er für Anwohnerinnen und Anwohner unbedenklich bleibt.
Hörbarer Schall
Die Geräuschentwicklung moderner Windräder ist durch strenge Lärmschutzvorschriften begrenzt. Die WHO empfiehlt einen Schallpegel von 40 Dezibel (dB) bei Wohngebäuden in der Nacht nicht zu überschreiten – vergleichbar mit einem Flüstern oder einer ruhigen Wohnstraße. Im Bewilligungsverfahren werden umfassende Schallmessungen und Schallausbreitungsberechnung durchgeführt. Windkraftanlagen werden nur bewilligt, wenn ihr Betriebsgeräusch den nächtlichen Schallpegel nicht maßgeblich erhöht. Bei Bedarf können die Anlagen je nach Wetter oder Tageszeit automatisch leiser betrieben werden. In der Regel wird das Geräusch der Rotoren jedoch von natürlichen Umgebungsgeräuschen wie raschelnden Blättern überdeckt.
Infraschall
Infraschall ist Schall mit einer Frequenz unterhalb des menschlichen Hörbereichs. Er kommt in der Natur häufig vor – etwa durch Wind oder Meereswellen – aber auch viele Alltagsgeräte erzeugen Infraschall, zum Beispiel Kühlschränke, Heizungsanlagen oder Fahrzeuge. Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass der von Windrädern erzeugte Infraschall in den üblichen Abständen zu Wohngebieten weit unter der Wahrnehmungsschwelle liegt.
Es gibt keine wissenschaftlichen Belege dafür, dass Windkraftanlagen negative gesundheitliche Auswirkungen haben.
Wie wird der Schutz der Tierwelt sichergestellt?
Der Schutz von Wildtieren ist ein essenzieller Bestandteil der Planungs- und Genehmigungsverfahren. Für jeden Windpark werden umfangreiche Artenschutzgutachten erstellt, um mögliche Auswirkungen auf Vögel und Fledermäuse zu bewerten und entsprechende Schutzmaßnahmen zu setzen.
Vogelschutz
Bestimmte Vogelarten, insbesondere Greifvögel, werden besonders berücksichtigt. Falls eine Gefahr für die Populationen besteht, werden Schutzmaßnahmen vorgesehen. Eine Studie von Friedel (2022) zeigt, dass der Ausbau der Windkraft seit 1995 keine signifikanten negativen Auswirkungen auf die Greifvogelbestände in Österreich hat. Dies wird durch die zeitgleiche Zunahme der Greifvogelpopulationen belegt: Die Bestände von Arten wie dem Rotmilan, Seeadler, Kaiseradler und Sakerfalke sind in den letzten Jahrzehnten konstant gestiegen, was einen ursächlichen Zusammenhang zwischen Windkraft und Bestandsrückgang ausschließt. Zahlreiche Studien zeigen: Verglichen mit anderen Gefahren wie Straßenverkehr, freilaufenden Katzen oder Glasfassaden stellen Windkraftanlagen ein deutlich geringeres Risiko für Vögel dar.
Fledermausschutz
Fledermäuse fliegen vor allem in der Dämmerung. Daher werden Windräder bei bestimmten Wetterbedingungen oder in bestimmten Zeitfenstern automatisch abgeschaltet, um Kollisionen zu vermeiden. Diese Maßnahmen haben nachweislich dazu beigetragen, das Risiko für Fledermäuse erheblich zu reduzieren.
Schalenwild und Windräder
Fallstudien zeigen, dass sich Schalenwildarten wie Reh, Schwarzwild und Rotwild an Windkraftanlagen gewöhnen und Windparkflächen nach einiger Zeit vollständig in ihren Lebensraum integrieren. Lediglich während der Bauphase kommt es zu kleinräumigen Störungen.
Friedel, T. (2022). Bestandsentwicklung ausgewählter Großgreifvogelarten und deren Zusammenhang mit der Windkraftentwicklung in Österreich seit 1995. F&P Netzwerk Umwelt GmbH.
Welche Fläche nehmen die Windräder in Anspruch?
Für ein Windrad werden etwa 0,2 ha dauerhaft für Fundament (Durchmesser ca. 20 m) und Kranstellfläche genutzt, was eine sehr effiziente Form der Energiegewinnung darstellt. Temporäre Flächen, z. B. für Kranausleger oder Lagerflächen während der Bauphase, werden nach Fertigstellung wieder rückgebaut und können aufgeforstet oder begrünt werden.
Das Projektgebiet in Achau ist bereits durch ein bestehendes Wegenetz gut erschlossen. Es sind trotzdem punktuelle Ertüchtigungen, Verbreiterungen und Ausbauten in einzelnen Kurven sowie kurze Stichwege zu den einzelnen Windkraftanlagen erforderlich.
Die erzeugte Energie wird mittels 30kV Erdkabel in ein nahegelegenes Umspannspannwerk (UW) geleitet. Die Verlegung erfolgt sofern möglich durch Einpflügen der Kabel. Sollte einer Verlegung im Pflugverfahren nicht möglich sein, wird mittels offener Bauweise verlegt. Sollte auch das nicht möglich oder zweckdienlich sein, findet die Verlegung mittels Spülbohrverfahren statt.
Was passiert mit den Windrädern nach ihrer Betriebszeit?
Die durchschnittliche Lebensdauer eines Windrads beträgt bis zu 30 Jahre. Danach gibt es zwei Möglichkeiten:
1. Repowering – Alte Anlagen werden durch modernere, leistungsfähigere und leisere Windräder ersetzt. Dadurch kann mit weniger Anlagen mehr Strom erzeugt werden.
2. Rückbau – Die Windkraftanlage wird vollständig entfernt, und die betroffenen Flächen werden renaturiert.
Betreiber sind gesetzlich verpflichtet, Rücklagen für den Rückbau zu bilden. Dadurch wird sichergestellt, dass alte Anlagen nicht ungenutzt stehen bleiben.
Ein Großteil der Materialien, wie der Stahlmast, der Generator oder die Betonfundamente, kann recycelt und wiederverwendet werden. Der Beton wird zu Schotter zerkleinert und im Straßen- oder Hochbau eingesetzt, während der Stahl eingeschmolzen und zu neuen Produkten verarbeitet wird.
Die Rotorblätter von Windkraftanlagen bestehen aus glasfaserverstärktem Epoxidharz und Kohlenstofffasern. Am Ende ihrer langen Einsatzzeit werden sie nach den gesetzlichen Vorgaben in einem Recyclingprozess aufbereitet: Die Rotorblätter werden zerkleinert und als Zusatzstoff in der Zementindustrie weiterverwendet, wo sie zur Herstellung von faserverstärktem Beton (erhöhte Biegezugfestigkeit) beitragen. Alternativ ist auch eine thermische Verwertung möglich.
Die Branche arbeitet kontinuierlich an neuen Lösungen, um das Recycling weiter zu verbessern und die Nachhaltigkeit von Windkraftanlagen weiter zu erhöhen.